Ergonomie im Büro

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Hochprozentiges

März 13th, 2009 · 1 Kommentar

Wer kennt das nicht: Den ganzen Tag “nur” gesessen und abends trotzdem völlig platt. Eigentlich kein Wunder, denn Bildschirmarbeit ist Schwerstarbeit - mit schwerwiegenden Folgen: Knapp 80 Prozent der Bildschirmarbeiter sagen aus, dass bei ihnen häufig während und nach der Arbeit Beschwerden auftreten.
 
Etwa 60 Prozent der Beschäftigten verspüren Schmerzen im Stütz- und Bewegungsapparat 
bald 50 Prozent leidet unter Kopfschmerzen, 
etwa 40 Prozent klagen über Augenprobleme.
Zwei Drittel von uns Büromenschen haben es also in Kreuz und Nacken, die Hälfte im Kopf, fast die Hälfte mit den Augen!
Ein Wunder eigentlich und echtes Heldentum , dass wir uns trotzdem jeden Morgen zur Arbeit schleppen!

Schauen wir uns die drei Problemzonen und ihre möglichen Lösungen mal an:  Rücken- und Nackenprobleme haben fast immer ihre Ursache im Dauersitzen, dem fixierten, starren Blick in den Monitor, kurzum dem berufsgruppenüblichen Bewegungsmangel. Hier gibts Gegenmittel: wechselnde Arbeitshaltungen auf guten Stühlen und vor allem an höhenverstellbaren Steh-Sitz-Arbeitstischen. Dazu eine Art neues Bewegungsbewußtsein und die Zahl der Maladen ließe sich schlagartig reduzieren.

Der Kopf und die Schmerzen darin sind problematischer, ein eigenes und vielschichtiges Thema. Schlechtes Raumklima kann dafür genauso Ursache sein, wie Überlastung und ein verpestetes “Betriebsklima”.  Jedenfalls sind psychische Erkrankungen derzeit stark im Kommen, wie die Krankenkassen unisono melden. Klar ist inzwischen, dass psychosoziale Aspekte deutlichen Anteil an unserem Wohlbefinden und an unserer Leistungsfähigkeit haben.

Computerarbeit ist Seharbeit, deshalb sind die 50 Prozent Augenleidenden ein deutliches Zeichen dafür, dass es an den meisten Arbeitsplätzen mit der Ergonomie noch heftig hapert.  Dabei gibt es auch hier a) kluge Erkenntnisse und b) gute Produkte, die helfen können.  Richtige Leuchten, blendfrei natürlich, sowie taugliche Maßnahmen zur Abschattung von zuviel Sonnenlicht an den Fensterflächen machen das Leben vor dem Monitor gleich viel erträglicher. Wichtig ist aber auch, dass man den Sehabstand zum Monitor immer mal wieder verändert. Auch die Augenmuskeln sind nicht für andauernde Fixierung in einer Stellung gebaut und brauchen dringend wechselnde Belastungen. Aber wer schiebt schon seinen Flatscreen mehrfach am Tag auf dem Schreibtisch hin und her. Hier ist ein leicht verstellbarer Monitorarm eine echte Hilfe: Der ist mal kurz mit einem Handgriff  vor- oder zurückbewegt, auf der Tischfläche kein Kabelsalat, kein Standfuß… 

Ach, wären doch alle ergonomischen Probleme an unseren Lieblingsarbeitzsplätzen so leicht in den Griff zu kriegen….

 

 

 

 

Tags: Allgemein

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Sepp // Mrz 18, 2009 at 15:09

    Recht hast du. Man kann den Wert wechselnder Arbeitshaltungen für die Gesundheit von uns Büromenschen gar nicht hoch genug einschätzen. Das hat mittlerweile sogar die SUVA gemerkt.

    In ihrer Broschüre “Ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen” schreibt sie: “Am günstigsten für den Menschen sind Tätigkeiten, die abwechselnd im Sitzen und Stehen verrichtet werden können. Ideal ist folgende Aufteilung:
    - ca. 60% Sitzen
    - ca. 30% Stehen
    - ca. 10% gezieltes Umhergehen”

    Erfreulich, dass sich mittlerweile auch dieses halbstaatliche Unternehmen bewegt…….

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