Ergonomie im Büro

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Micro-Breaks: wenig bringt viel!

Februar 7th, 2009 · Keine Kommentare

Ich weiss es, du weisst es, jeder weiss es:  das ewige Dauersitzen und in den Bildschirm Starren ist das reine Gift für die Gesundheit. Rechnerarbeit steht für chronischen Bewegungsmangel, sie belastet wenige Muskeln, aber die heftig und entschieden zu einseitig. Das gilt vor allem für Hände, Unterarme, Nacken, Schultern und Rücken - und last not least die Muskeln des Sehapparates. Eine ganze Reihe von schmerzhaften Krankheitstypen mit Namen, die nach Autozubehör klingen, ist vor 30 Jahren mit dem PC ins Büro eingezogen - CTS (Carpal Tunnel Syndrom) z.B., RSI (Repetetive Stress Injury)  und Co.
Es gilt also wie so oft: der Weg vom Wissen zum Handeln ist kein leichter. Dabei müsste man gar nichts Großartiges tun, ein paar kleine Verhaltensänderungen bringen schon eine ganze Menge: Das Zauberwort heisst Micro-Breaks.

Die Arbeit mal kurz unterbrechen, sich strecken, dehnen, die Hände ausschütteln, das kann man auch in einem Mehrpersonenbüro ohne sich gleich der Arbeitsverweigerung verdächtig zu machen. Wir reden von 30-60 Sekunden! Experten empfehlen solche Kurzpausen mit Haltungs- und Belastungswechseln alle 20 Minuten. Klar, ein paar schnelle Situps, Kniebeugen und Liegestütze wären das beste, aber man mag sich ja nicht gleich das mitleidige Grienen des gesamten Großraums einhandeln. Apropos 20 Minuten: Zack sind sie rum, und man hat es gar nicht gemerkt. Tipp: Es gibt einige “Break-Reminder” umsonst zum Download im Web, kleine Progrämmchen, die  einen mehr oder weniger diskret daran erinnern, dass die Zeit für einen Micro-Break mal wieder gekommen ist. Einige machen Vorschläge für einfache aber effektive Übungen. (einfach in Suchmaschine eingeben:  Break reminder). Sowas kann durchaus hilfreich sein, aber ich übernehme keinerlei Verantwortung für den Nerv-Faktor einiger dieser virtuellen Gesundheitsapostel!

Da ich selbst zu den Glücklichen zähle, die einen Tisch mit Steh-Sitz-Höhenverstellung ihr eigen nennen. Deshalb  sind das, was jetzt so hip Micro-Breaks genannt wird, für mich ein alter Hut. Beim schlichten Wechsel vom Sitzen zum Stehen wird so ziemlich jeder Muskel anders belastet, die Reflexzonen unter den Fußsohlen schicken ein Neuro-Feuerwerk durch die Synapsen, der Kreislauf kriegt freie Bahn, das Hirn frisches Blut.

Ich habe mir  jetzt sogar so einen Break Reminder gezogen und installiert, der soll mich daran erinnern auch wirklich 3-4 mal die Stunde aufzustehen. Der tollste Tisch alleine macht  nämlich nichts, bewegen muss man sich  schon selber. Experten nennen das Verhaltensergonomie…

Tags: Fitness · Gesundheit · Tipps für mehr Bewegung · Verhaltensergonomie

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