Das Büro als Fitnessparcour?
Seit über 20 Jahren schon steht ein Rechner auf meinem Arbeitsplatz. Wie viele Selbstständige verbringe ich eher mehr als 8 Stunden täglich vor der Tastatur. Leichter bin ich in der Zeit nicht geworden. Dass ich noch nicht völlig verfettet bin, verdanke ich zum einen meinem höhenverstellbaren Schreibtisch, den ich ab und an in Stehhöhe hochfahre, zum anderen einigen - raren - guten Angewohnheiten. Mein Drucker z. B. steht 13 Stufen tiefer im unteren meiner beiden Büroräume. Mehrmals am Tag springe ich auf, spurte kurz die Treppe runter und wieder hoch. Astreines Intervalltraining, kostet nichts. Mediziner, Arbeitswissenschaftler, Krankenkassen und meine Frau loben mich dafür.
Wenn man keinen Grund hat, mal kurz eine Bewegungspause zu machen, muss man einen erfinden. Kaffeeholen gehen geht immer, zwischendurch Aufstehen und mal sinnierend aus dem Fenster sehen kommt auch gut. (Augenärzte empfehlen, den Blick immer wieder mal auf etwas anderes zu richten als nur den 50 cm entfernten Monitor.) Es gibt auch im Büro jede Menge Möglichkeiten, dem Kreislauf und der Muskulatur einen kleinen Schubs zu geben, einige macht unser von der Bildschirmarbeit unterforderter Körper fast von ganz alleine: Gähnen, Räkeln, Strecken, Maushand ausschütteln usw. Andere Bewegungen kann man sich angewöhnen: Zehen ein paar mal nach oben und unten bewegen, dass setzt die Venenpumpe in Gang, ein smarter Mechanismus, der das Blut aus den unteren Extremitäten wieder zum Herzen pumpt. Der Vorteil dieser Übung: diese Sorte Bürogymnastik sieht keiner. Diese unsäglichen Gymnastiktipps auf Krankenkassen-Postern, wonach man im Sitzen auf dem Bürostuhl ausladende Übungen zu absolvieren hat, sind mir zu dämlich. Es könnte ja einer einen beobachten! Aber vielleicht kennt jemand ja noch ein paar diskretere Bewegungstipps, bei denen man sich nicht gleich zum Affen macht….
2 Antworten bis jetzt ↓
1 AB // Feb 6, 2009 at 18:35
Einfach hin und wieder mal die Füsse auf den Tisch! Schon das ist ein gesundheitsfördernder Haltungswechsel!
2 Premium-Tippse // Mrz 25, 2009 at 09:30
Das Problem ist doch: Dass man Pausen einlegen, sich bewegen, ab und zu mal die Sitzhaltung wechseln muss usw., weiss doch mittlerweile jeder “Büromensch”. Nur: an der Umsetzung mangelt es doch! Meine Frage wäre also, wie kann man diese “guten Vorsätze” so im Bewusstsein verankern, dass man nicht erst wieder mit o.g. Massnahmen beginnt, wenn´s einen schon wieder zwickt und zwackt!
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